Freitag 12.04.2019,

Inszenierung: Calixto Beito
Bühne: Alfon Flores
Kostüme: Merce Paloma
 
Veranstaltungsort:
Schauspielhaus Stuttgart
 

Bernarda Albas Haus

Tragödie von Federico Garcia Lorca

In seinem letzten Theaterstück beschreibt der spanische Dichter und Dramatiker Federico Garcia Lorca eine Welt, in der sich Autorität und Freiheit, Zivilisation und Natur, Moral und sexu­elles Begehren unversöhnlich gegenüberstehen. Eine Welt voller Repressionen, in der das Leben verkümmert, weil Anpassung in Selbstaufgabe und Ausbruchsversuche in Selbstzerstörung enden.
Nach dem Tod ihres Mannes verschließt Bernarda Alba ihr Haus und verordnet ihren fünf Töchtern eine achtjährige Trauerzeit. Während das Leben draußen vorbeizieht, arbeiten die jungen Frauen an ihrer Aussteuer und verzehren sich nach den abwesenden Männern. Als sich Adela in den Verlobten ihrer ältesten Schwester verliebt und aus dem häuslichen Gefängnis ausbricht, kommt es zur Katastrophe.
Lorca schuf mit „Bernarda Albas Haus“ ein außergewöhnliches Werk voll von Lust, Hass und Tod. Zeitlebens verteidigte er die individuelle Freiheit gegenüber starren, überkommenden Autoritäten und konfrontiert uns mit dem Terror der Unterdrückung, mit dem Schmerz der Angst, dem archaischen Bildungsmangel, mit der irrationalen und rationalen Gewalt, die das Leben vieler Menschen zerstört hat und immer noch zerstört.