Donnerstag 29.12.2016, 20 Uhr

Inszenierung: Manfred Langner
Musikalische Leitung: Horst Maria Merz
 
Mit Alina Bier, Antja Rietz, Amelie Sturm, 
Harald Pilar von Pilchau, Gideon Rapp u. a.
 
Veranstaltungsort: 
Altes Schauspielhaus, Stuttgart 
 

Ein Tanz auf dem Vulkan

Stuttgart und die Zwanziger Jahre

Eine Revue

Wie golden waren sie, die „wilden“ Zwanziger Jahre? In Stuttgart wurde ein Bahnhof gebaut, man erstand Kolonialwaren im Kaufhaus Schocken und amüsierte sich im Tanz-Café Regina oder im Pavillon Excelsior. Eine überschäumende Zeit voller Lebensfreude, in der man den Frieden genoss, Charleston tanzte und am Abend durch von Leuchtreklamen erhellte Straßen bummelte? Oder ein Jahrzehnt, das in die Wirtschaftskrise taumelte, in der Not und Verarmung kaschiert und in der politische Auseinandersetzungen zunehmend aggressiver auf den Straßen ausgetragen wurden? Ein rauschendes Fest und ein blindes Stolpern in den Abgrund der Diktatur zugleich ?
Mit Musik von Friedrich Hollaender, Paul Abraham oder Kurt Weill, mit Texten von Tucholsky, Ringelnatz oder Brecht erforschen wir eine Epoche, die den weiteren Verlauf der Geschichte entscheidend geprägt hat. Eine ebenso vergnügliche wie zum Nachdenken anregende Rückschau, so überschäumend, turbulent und vielschichtig wie das Zeitalter selbst.
Die nächsten Zwanziger Jahre stehen bald vor der Tür – wie nahe sind wir dem „Tanz auf dem Vulkan“ inzwischen wieder?